Assalamu alaikum! Neben den Kursen auf Vaseelah gibt es zwei Projekte, die wir schon länger betreuen, die aber nie richtig sichtbar waren: unsere Hifz-App Zikr und den Mushaf. Beide haben ab jetzt eine eigene Seite hier auf der Website. In diesem Beitrag geht es um Zikr, die kostenlose App zum Quran auswendig lernen.
Das eigentliche Problem beim Hifz ist nicht das Lernen
Fast jeder, der anfängt, den Quran auswendig zu lernen, schafft die erste Sure. Und die zweite. Das Problem kommt später: Nach ein paar Wochen sitzt das Neue, aber das Alte ist weg. Man merkt, dass man eigentlich nicht auswendig lernt, sondern die ganze Zeit von vorne anfängt.
Hifz ist kein Lernproblem, sondern ein Wiederholungsproblem. Wer jeden Tag selbst entscheiden muss, was heute zu wiederholen ist, entscheidet an schlechten Tagen gar nichts. Genau an dieser Stelle setzt Zikr an: Du sagst der App, wo du stehst, und sie legt dir das Passende wieder vor, bevor es weg ist.
So läuft eine Sitzung
Du öffnest die App und siehst sofort, was dran ist: die aktuelle Sure, deinen Streak und die Verse, die du heute schon geschafft hast. Kein leerer Bildschirm, vor dem du erst planen musst, sondern ein Knopf: Session starten.
Danach läuft der Vers in der Rezitation deiner Wahl. Du kannst wiederholen, vor- und zurückspringen und das Tempo ändern, damit du mitsprechen kannst, ohne dauernd zu tippen. Auch im Hintergrund, wenn das Display aus ist.


Am Ende der Sitzung siehst du, wie lange du gebraucht hast, wie das im Vergleich zu deinem Durchschnitt liegt und wie viele Verse dir noch zur Sure fehlen. Das ist der Teil, den ein Zettel nie hinbekommt: Du weißt nach jeder Sitzung, wo du wirklich stehst.

Fortschritt sehen und in der Gruppe dranbleiben
Zikr führt mit, wie viel von jeder Sure sitzt und wie viel Prozent des Qurans du insgesamt gelernt hast. Das ist keine Spielerei: Wer sieht, dass Al-Fatihah auf 100 Prozent steht und Yusuf bei 13, weiß sofort, was heute dran ist.
Dazu kommt die Gruppe. Ihr habt ein gemeinsames Level, ihr seht, wer seine tägliche Sitzung schon erledigt hat, und wer sie vergessen hat, bekommt eine Erinnerung von den anderen. Für Geschwister, Freunde oder eine ganze Klasse ist das der Unterschied zwischen guter Absicht und tatsächlich jeden Tag machen.


Klein anfangen ist die schnellere Variante
Der häufigste Fehler am Anfang ist zu viel Ehrgeiz. Eine ganze Seite am Tag klingt gut und ist nach zwei Wochen wieder weg. Ein bis drei Verse täglich, die du zuverlässig wiederholst, bringen dich deutlich weiter. Zikr ist genau darauf ausgelegt: kleine Portionen, dafür ohne Lücken.
Wichtig ist die Regelmäßigkeit, nicht die Länge der Sitzung. Fünf Minuten nach dem Fajr, jeden Tag, schlagen die eine Stunde am Sonntag. Genau deshalb steht der Streak auf dem Startbildschirm und nicht irgendwo in einer Statistik.
Lesen kommt vor Auswendiglernen
Um Zikr zu nutzen, brauchst du keine Arabischkenntnisse. Du musst den arabischen Text aber lesen können, sonst lernst du Laute statt Worte. Wenn du dort noch nicht bist, fang mit unserem kostenlosen Kurs Quran Lesen an. Der bringt dich vom Alphabet bis zum Lesen einer ganzen Seite, und danach ist Zikr das Werkzeug, mit dem das Gelernte sitzen bleibt.
Kostenlos, kein Abo
Zikr ist vollständig kostenlos. Es gibt keine kostenpflichtigen Funktionen und kein Abo, die App finanziert sich über Werbung. Sie läuft auf iPhone und iPad über den App Store und auf Android-Geräten über Google Play, auf Deutsch und auf Englisch.
Wenn du die App nutzt und dir etwas fehlt oder etwas nervt: schreib uns. Ein großer Teil dessen, was heute in Zikr steckt, kam über solche Nachrichten rein.
4,8 von 5 bei 609 Bewertungen im App Store · Stand 20.08.2026

